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Ammoniak-Emissionen

Ammoniak (NH3) ist ein stickstoffhaltiger Luftschadstoff, der zur Versauerung und Überdüngung empfindliche Ökosysteme wie Wälder, Magerwiesen und Moore beiträgt. Es wandelt sich in andere Stickstoffverbindungen um – etwa in Nitrat, das das Grundwasser belastet, oder in Lachgas, ein besonders wirksames Treibhausgas. Ausserdem trägt Ammoniak zur Bildung von sekundärem Feinstaub bei. Es entsteht hauptsächlich in der Nutztierhaltung, im Stall sowie beim Lagern und Ausbringen von Hofdünger.

Der Indikator gibt Auskunft über die gesamte Ammoniakfreisetzung in die Luft in der Schweiz.

Bewertung des Zustandes
schlecht schlecht
Bewertung der Entwicklung
positiv positiv
Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2024: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2023: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2022: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2021: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2020: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2019: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2018: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2017: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2016: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2015: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2014: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2013: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2012: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2011: 29.2 Zielwert gemäss LRK 2009 (-40% ggü 2005) 2010: 29.2 Ammoniak-Emissionen 2024: 41.725 Ammoniak-Emissionen 2023: 41.898 Ammoniak-Emissionen 2022: 42.643 Ammoniak-Emissionen 2021: 43.427 Ammoniak-Emissionen 2020: 43.394 Ammoniak-Emissionen 2019: 44.081 Ammoniak-Emissionen 2018: 44.654 Ammoniak-Emissionen 2017: 45.182 Ammoniak-Emissionen 2016: 45.22 Ammoniak-Emissionen 2015: 45.273 Ammoniak-Emissionen 2014: 45.958 Ammoniak-Emissionen 2013: 45.613 Ammoniak-Emissionen 2012: 46.217 Ammoniak-Emissionen 2011: 46.749 Ammoniak-Emissionen 2010: 47.716 Ammoniak-Emissionen 2009: 47.753 Ammoniak-Emissionen 2008: 48.928 Ammoniak-Emissionen 2007: 49.169 Ammoniak-Emissionen 2006: 48.638 Ammoniak-Emissionen 2005: 48.658 Ammoniak-Emissionen 2004: 48.261 Ammoniak-Emissionen 2003: 48.648 Ammoniak-Emissionen 2002: 49.732 Ammoniak-Emissionen 2001: 50.74 Ammoniak-Emissionen 2000: 50.904 Ammoniak-Emissionen 1999: 50.597 Ammoniak-Emissionen 1998: 51.021 Ammoniak-Emissionen 1997: 51.518 Ammoniak-Emissionen 1996: 53.667 Ammoniak-Emissionen 1995: 54.817 Ammoniak-Emissionen 1994: 54.946 Ammoniak-Emissionen 1993: 55.347 Ammoniak-Emissionen 1992: 56.051 Ammoniak-Emissionen 1991: 56.497 Ammoniak-Emissionen 1990: 57.441

Daten zur Grafik: Excel | Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU): EMIS

Kommentar

Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene (Göteborg-Protokoll) gibt es Vorgaben und Verpflichtungen zur Senkung der vom Menschen verursachten Ammoniakemissionen. Das Luftreinhalte-Konzept des Bundesrates setzt das Ziel, die Ammoniak-Emissionen gegenüber 2005 um ca. 40 % zu senken (LRK 2009). Weil diese Reduktion noch nicht erreicht ist und die Emissionen nach wie vor schädliche Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit haben, wird der Zustand als schlecht bewertet.

In der Landwirtschaft, der Hauptquelle der Ammoniakemissionen, werden emissionsmindernde Massnahmen insbesondere im Bereich der Güllelagerung und -ausbringung umgesetzt. Auch in den Bereichen Nutztierfütterung und Stallbau bestehen Minderungsmassnahmen. Im Verkehr wurden die Ammoniakemissionen mittels verbesserter Katalysatortechnik stark reduziert. Dank dieser Massnahmen haben die Ammoniakemissionen seit 2005 um etwa 14% abgenommen, weshalb die Entwicklung positiv beurteilt wird. 

Internationaler Vergleich

Wie andere europäische Länder verzeichnet auch die Schweiz seit mehreren Jahren einen Rückgang (siehe Emissions of the main air pollutants in Europe).

Methode

Die Gesamtemissionen sind die Summe der Emissionen aller Quellengruppen. Die Emissionen der einzelnen Quellengruppen berechnen sich aus dem Produkt der jeweiligen Jahresleistung und den dazugehörenden, schadstoffspezifischen Emissionsfaktoren. Jahresleistungen werden mittels Erhebungen, Modellierungen und Berechnungen ermittelt; Emissionsfaktoren werden aus Messungen abgeleitet oder stammen aus einschlägigen Datenbanken.

Grundlage für die Bewertung der Entwicklung

Angestrebte Entwicklung Anfangswert Endwert Veränderung in % Beobachtete Entwicklung Beurteilung
Abnahme 2005* 2024* -14.3% Abnahme positiv

 

*Abweichung von der vorgegebenen Bewertungsmethode: Das Luftreinhalte-Konzept von 2009 legt das zu erreichende Ziel im Vergleich zu 2005 fest und nicht einen Durchschnittswert der Anfangswerte.

 
Zuletzt aktualisiert am: 18.09.2026