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Gesamtumweltbelastungs-Fussabdruck

Der Indikator zeigt, über alle Umweltbereiche hinweg, die Gesamtbelastung im In- und Ausland, die mit der Schweizer Endnachfrage verbunden ist. So werden für die Herstellung von Konsumgütern Rohstoffe und Energie benötigt, während Siedlungen, Verkehr sowie der Anbau von Futter- und Lebensmitteln Land und Wasser in Anspruch nehmen. Während sich eine Überbeanspruchung der Ressourcen in der Schweiz eher mittel- bis langfristig auf das Wirtschaftssystem und die Lebensqualität auswirken dürfte, sind andere Länder bereits heute stark betroffen, etwa durch die Abholzung von Wäldern, Folgen des Klimawandels oder Wasserknappheit.

Bewertung des Zustandes
schlecht schlecht
Bewertung der Entwicklung
positiv positiv
Totaler Druck 2023: 29.1974910513942 Totaler Druck 2022: 27.1201559695949 Totaler Druck 2021: 26.3407012352518 Totaler Druck 2020: 26.7995458779253 Totaler Druck 2019: 28.4329139052349 Totaler Druck 2018: 28.5715569161313 Totaler Druck 2017: 29.9121001818992 Totaler Druck 2016: 30.6098913474039 Totaler Druck 2015: 31.1179777184564 Totaler Druck 2014: 30.3615367790466 Totaler Druck 2013: 31.9551076737722 Totaler Druck 2012: 31.2279982807774 Totaler Druck 2011: 31.7875654245949 Totaler Druck 2010: 31.8455136167283 Totaler Druck 2009: 31.5222950340444 Totaler Druck 2008: 32.2152331470391 Totaler Druck 2007: 32.7533660320033 Totaler Druck 2006: 34.4346201940888 Totaler Druck 2005: 34.6849242667238 Totaler Druck 2004: 34.4845771455576 Totaler Druck 2003: 35.2370956659227 Totaler Druck 2002: 35.5261312050439 Totaler Druck 2001: 37.835996493995 Totaler Druck 2000: 36.8629164118902 Im Ausland  2023: 22.4316810355467 Im Inland  2023: 6.76581001584751 Im Ausland  2022: 20.5209968574323 Im Inland  2022: 6.5991591121626 Im Ausland  2021: 19.2846166646132 Im Inland  2021: 7.05608457063859 Im Ausland  2020: 19.5460702520335 Im Inland  2020: 7.25347562589185 Im Ausland  2019: 20.3280670963301 Im Inland  2019: 8.10484680890483 Im Ausland  2018: 20.4049430822338 Im Inland  2018: 8.16661383389746 Im Ausland  2017: 21.4726753747459 Im Inland  2017: 8.43942480715326 Im Ausland  2016: 21.8617981156389 Im Inland  2016: 8.74809323176501 Im Ausland  2015: 22.248350577608 Im Inland  2015: 8.86962714084838 Im Ausland  2014: 21.4975878725853 Im Inland  2014: 8.86394890646134 Im Ausland  2013: 22.4239307088755 Im Inland  2013: 9.53117696489671 Im Ausland  2012: 21.8954205477268 Im Inland  2012: 9.33257773305061 Im Ausland  2011: 22.2105135482993 Im Inland  2011: 9.57705187629564 Im Ausland  2010: 21.6637402852152 Im Inland  2010: 10.1817733315131 Im Ausland  2009: 21.2567666099494 Im Inland  2009: 10.265528424095 Im Ausland  2008: 21.8267735842058 Im Inland  2008: 10.3884595628333 Im Ausland  2007: 22.2487244838685 Im Inland  2007: 10.5046415481348 Im Ausland  2006: 23.2464924911469 Im Inland  2006: 11.1881277029419 Im Ausland  2005: 23.2676754160628 Im Inland  2005: 11.417248850661 Im Ausland  2004: 22.6973302912553 Im Inland  2004: 11.7872468543023 Im Ausland  2003: 22.9312459942856 Im Inland  2003: 12.3058496716371 Im Ausland  2002: 22.8834636971956 Im Inland  2002: 12.6426675078483 Im Ausland  2001: 24.9068749528301 Im Inland  2001: 12.9291215411649 Im Ausland  2000: 23.5733852075086 Im Inland  2000: 13.2895312043816

Daten zur Grafik: Excel | Quelle: Umwelt-Fussabdrücke der Schweiz: Entwicklung zwischen 2000 und 2023 (EBP/Impact Economics 2026)
Im Ausland  2023: 201038.512814277 Im Inland  2023: 60636.9349410096 Im Ausland  2022: 180900.487882056 Im Inland  2022: 58174.1282499715 Im Ausland  2021: 168524.234547172 Im Inland  2021: 61661.6483411354 Im Ausland  2020: 169470.292906206 Im Inland  2020: 62889.8097191701 Im Ausland  2019: 174944.016257231 Im Inland  2019: 69750.5790973797 Im Ausland  2018: 174350.587099611 Im Inland  2018: 69779.8524023104 Im Ausland  2017: 182176.969327143 Im Inland  2017: 71601.1771891133 Im Ausland  2016: 184066.502324528 Im Inland  2016: 73655.0083695071 Im Ausland  2015: 185264.818551915 Im Inland  2015: 73858.5027748642 Im Ausland  2014: 177089.948700008 Im Inland  2014: 73018.2505324938 Im Ausland  2013: 182522.521539816 Im Inland  2013: 77580.2634899592 Im Ausland  2012: 176018.599508409 Im Inland  2012: 75025.1523506578 Im Ausland  2011: 176677.128123142 Im Inland  2011: 76182.2106323977 Im Ausland  2010: 170363.913567816 Im Inland  2010: 80069.5876602994 Im Ausland  2009: 165501.061012344 Im Inland  2009: 79925.4127974898 Im Ausland  2008: 168106.667090157 Im Inland  2008: 80010.4196147654 Im Ausland  2007: 168945.555875909 Im Inland  2007: 79766.932567913 Im Ausland  2006: 174551.844781482 Im Inland  2006: 84008.7308200609 Im Ausland  2005: 173556.569190866 Im Inland  2005: 85162.7205849337 Im Ausland  2004: 168303.019237348 Im Inland  2004: 87403.6377238308 Im Ausland  2003: 168869.089326326 Im Inland  2003: 90622.098247687 Im Ausland  2002: 167366.289612126 Im Inland  2002: 92466.6116802793 Im Ausland  2001: 180715.641972127 Im Inland  2001: 93809.2194975181 Im Ausland  2000: 169823.963571078 Im Inland  2000: 95738.5137205813

Daten zur Grafik: Excel | Quelle: Umwelt-Fussabdrücke der Schweiz: Entwicklung zwischen 2000 und 2023 (EBP/Impact Economics 2026)
Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2023: 138.405045993931 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2022: 148.332497879492 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2021: 151.42171430953 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2020: 149.560436738728 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2019: 141.83699830198 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2018: 139.469974937291 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2017: 132.619396604802 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2016: 128.620847746383 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2015: 126.581590246368 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2014: 128.89053277446 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2013: 121.357282672372 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2012: 126.738818558166 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2011: 126.956376766824 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2010: 122.495154053113 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2009: 125.098171043502 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2008: 121.134382004941 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2007: 117.39197362513 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2006: 112.505482013183 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2005: 110.21764204192 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2004: 107.09455904401 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2003: 105.626416690649 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2002: 104.440595494841 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2001: 98.7760416793775 Effizienz der Gesamtumweltbelastung 2000: 100
Entwicklung der Gesamtumwelt-Effizienz (Quotient aus volkswirtschaftlicher Endnachfrage und Gesamtumweltbelastung)

Daten zur Grafik: Excel | Quelle: EBP & Impact Economics 2026

Kommentar

Pro Person

Der Gesamtumweltbelastungs-Fussabdruck sank zwischen 2000 und 2023 (bei jährlichen Schwankungen) um 21 % von rund 37 auf 29 Millionen Umweltbelastungspunkten (UBP). Da viele Produkte importiert werden, wird die Umwelt vor allem im Ausland belastet. Im Jahr 2023 fielen rund 77% der Umweltbelastung jenseits der Landesgrenzen an.

Die Gesamtumweltbelastung überschreitet die Schwellenwerte für nachhaltige Ressourcennutzung, die sich an den ökologischen Belastbarkeitsgrenzen orientieren. Die bisherige Reduktion reicht nicht aus, um ein ressourcenverträgliches Niveau zu erreichen – der Fussabdruck müsste um rund 73% sinken (EBP/Impact Economics 2026). Zudem decken die bisherigen Fortschritte nicht alle Umweltbereiche ab. Schliesslich ist der Fussabdruck im 2023 verglichen mit dem Vorjahr angestiegen (um rund +10%). Deswegen wird der Zustand als schlecht eingestuft.

Da die Produktion und der Konsum von Gütern und Dienstleistungen mit Umweltbelastungen verbunden sind, könnte man erwarten, dass die Gesamtbelastung analog zur Endnachfrage steigt. Dies ist nicht der Fall: Während die Schweizer Endnachfrage zwischen 2000 und 2023 zugenommen hat, ist die Gesamtumweltbelastung gesunken. Die Entwicklung wird somit als positiv bewertet.

Die derzeitige Entwicklung ist beispielsweise auf Erfolge im Inland bei der Luftreinhaltung und dem Schutz der Ozonschicht zurückzuführen. Gesetzliche Vorgaben und technologische Entwicklungen haben dabei eine zentrale Rolle gespielt. Auch grössere Marktanteile umweltfreundlicher Güter und Dienstleistungen können dazu beigetragen haben.

Absolut

Der absolute Gesamtumweltbelastungs-Fussabdruck ist über den gesamten Betrachtungszeitraum unter Berücksichtigung der Zunahme der schweizerischen Wohnbevölkerung um gut 1% gesunken. 

Effizienz

Im Betrachtungszeitraum hat sich die Gesamtumweltbelastung-Effizienz verbessert: Der Effizienzindex stieg von 100 auf 138. Eine Entkopplung zwischen Wohlstand und Gesamtumweltbelastung hat somit langfristig stattgefunden.

Internationaler Vergleich

Der Indikator in Umweltbelastungspunkten orientiert sich an den Zielen der Schweizer Umweltpolitik. Es gibt deshalb keinen internationalen Vergleich. Der Ansatz wurde in weiteren Ländern wie Deutschland und Japan in den wissenschaftlichen Dialog aufgenommen.

Methode

Um die Gesamtbelastung über alle Umwelteinwirkungen wie Emissionen in die Luft und ins Wasser, Schwermetalle in den Boden, Rohstoffverbräuche etc. erfassen und bewerten zu können, sind Methoden notwendig, welche die Umweltwirkungen auch in einer Zahl zusammenfassen können. Im vorliegenden Beispiel wurde die Methode der ökologischen Knappheit – auch UBP-Methode genannt - angewendet. Diese Methode weist alle Umweltwirkungen in der Einheit Umweltbelastungspunkte (UBP) aus. Bei der UBP-Methode werden die verschiedenen Umweltwirkungen anhand des Abstands der heutigen Umweltsituation (Emissionen und Ressourcenbeanspruchung) zu den bestehenden Zielen eines Staates oder einer Region mittels sogenannter Ökofaktoren gewichtet («distance-to-target approach»). In der Schweiz orientiert sich die UBP-Methode an den auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden, von der Politik legitimierten schweizerischen und internationalen Umweltzielen. Je weiter z. B. eine aktuelle Schadstoffemission vom Zielwert entfernt ist, desto grösser ist die Bedeutung, die der entsprechenden Umweltwirkung innerhalb der Gesamtbilanz zukommt. Wie gross die eigentliche Umweltwirkung ist, hängt aber schlussendlich von der emittierten Schadstoffmenge ab. Die emittierte Menge wird folglich mit dem Ökofaktor der Emission multipliziert.

Methode zur Fussabdruck-Perspektive: Bei der Modellierung der Umweltbelastung, die die Endnachfrage verursacht, wird die gesamte Wertschöpfungskette aller konsumierten Güter und Dienstleistungen berücksichtigt, d. h. der Aufwand für die Gewinnung, die Produktion und den Transport etc. bis hin zur Nutzung und Entsorgung. Neben den in der Schweiz verbrauchten Ressourcen und verursachten Emissionen wird auch der Druck auf die Umwelt im Ausland berücksichtigt. Die Umweltbelastung durch exportierte Güter wird abgezogen, da diese nicht dem inländischen Konsum zuzurechnen ist. Dies entspricht den Systemgrenzen der sogenannten Fussabdruck- bzw. Konsumperspektive.

Die zugrundeliegende Berechnung stammt aus der Publikation : EBP & Impact Economics. 2026. Umwelt-Fussabdrücke der Schweiz: Entwicklung zwischen 2000 und 2023. Bundesamt für Umwelt. Download

Vergleich mit dem «ökologischen Fussabdruck»: Der Indikator ist verwandt, aber nicht zu verwechseln mit dem «ökologischen Fussabdruck» gemäss Global Footprint Network. Dieser fasst aus der Konsumperspektive die direkte Landnutzung, den Wildfang von Fisch und die zur Kompensation der fossilen CO2-Emissionen (theoretisch) erforderlichen Waldflächen in einer Zahl zusammen. Der ökologische Fussabdruck ist kein vollumfänglicher Umweltindikator. Der Verbrauch von Süsswasser und anderen erneuerbaren und nicht erneuerbaren natürlichen Ressourcen sowie der Verlust von Biodiversität oder die Umweltbelastung durch Luftschadstoffe, Schwermetalle, Stickstoff und schwer abbaubare Schadstoffe werden nicht berücksichtigt. Der grosse Mehrwert liegt in der anschaulichen Kommunikation und seiner grossen Bekanntheit. Der ökologische Fussabdruck der Schweiz übersteigt hochgerechnet die globale Biokapazität um fast das Dreifache. Trotz grossen methodischen Unterschieden liegt der resultierende Handlungsbedarf in der gleichen Grössenordnung wie derjenige gemäss UBP-Methode.

Grundlage für die Bewertung der Entwicklung

Angestrebte Entwicklung Anfangswert Endwert Veränderung in % Beobachtete Entwicklung Beurteilung
Abnahme Mittel 2000-2002 Mittel 2021-2023 -25.01% Abnahme positiv
Basis: Totaler Druck
 
Zuletzt aktualisiert am: 24.02.2026