Je mehr konsumiert wird, desto grösser ist die Abfallmenge, die verbrannt oder wiederverwertet werden muss. Der Energieverbrauch und der Schadstoffausstoss, die mit der Abfallverbrennung verbunden sind, konnten durch hohe Entsorgungsstandards und technische Massnahmen deutlich reduziert werden, zudem wird die Verbrennungswärme zur Energieerzeugung genutzt. Nach wie vor problematisch ist jedoch der grosse Verbrauch von Ressourcen, der mit einer hohen Abfallmenge verbunden ist.
mittelmässig
negativ
Die Menge der verbrannten Abfälle, die in der Schweiz anfällt, hat sich in den letzten Jahren weitgehend stabilisiert und lag im Jahr 2024 bei rund 3.6 Mio. Tonnen. Der weitaus grösste Teil, nämlich 80%, sind Siedlungsabfälle. Dies sind Abfälle, die aus Haushalten stammen, sowie andere Abfälle vergleichbarer Zusammensetzung aus Industrie und Gewerbe. Der Rest besteht aus Bauabfällen, bestimmten Sonderabfällen und Klärschlamm.
Die Abfallmenge zeigt allerdings, dass der Ressourcenverbrauch in der Schweiz nach wie vor zu hoch ist. Aus diesem Grund wird der Zustand als unbefriedigend bewertet.
Wegen unterschiedlicher Zuordnung von Abfallarten (z.B. Ersatzbrennstoffe in Kohlekraftwerken) ist ein direkter Vergleich nicht immer möglich. Generell produziert die Schweiz entsprechend dem hohen Lebensstandard und damit verbundenen Konsum eine hohe Menge an Abfällen.
Zur Erfassung aller brennbaren Abfälle aus dem Inland werden die Liefermengen von Abfall (abzüglich der Importe) in KVA erfasst. Diese beinhalten Siedlungs- und Bauabfälle, zur Verbrennung in KVA zugelassene Sonderabfälle sowie Klärschlamm. Auf Deponien werden nur noch in Ausnahmefällen und nur geringe Mengen von brennbaren Abfällen deponiert. Die in speziellen Anlagen verbrannten Sonderabfälle werden nicht mit diesem Indikator erfasst.
| Angestrebte Entwicklung | Anfangswert | Endwert | Veränderung in % | Beobachtete Entwicklung | Beurteilung |
|---|---|---|---|---|---|
| Abnahme | Mittel 1996-1998 | Mittel 2022-2024 | 52.48% | Zunahme | negativ |